Im Baumarkt – der Offroader

Als ich gestern Nachmittag voll vermummt in einem Baumarkt nahe WOB verweilte und mir überlegte, wie ich denn in Sachen Regale weiterkomme, da stupste mich jemand von der Seite an. Ebenfalls voll vermummt, so dass ich den Menschen gar nicht erkannte.
Eyy, mein Grosser. Ich habe Dich auch nur an Deinen längeren Haaren und der Körpergrösse erkannt. Erkennst Du mich?

Ich schaute ihn genauer an.

Aber Ja, man, Dich habe ich lange nicht gesehen. Schön, dass Du hier bist.

Wir umarmten uns innigst, denn ich hatte ihn viele Jahre nicht gesehen.

Hast Du etwas Zeit, dann können wir uns ein wenig erzählen. Ich habe wie immer meine Thermoskanne Kaffee im Auto. Bock?

Und so erzählte er mir bei einem heissen Kaffee im Auto,dass er die letzten Jahre wieder viel im Ausland tätig gewesen ist und sich auf der Suche nach Heilpflanzen und sog. animistischer Medizin umgesehen und geforscht hat.

Als ich ihn fragte, was er von der jetzigen Situation halte, nahm er die Maske ab und schlurfte seinen Kaffee und lächelte.
Ich nahm meine MNB ebenfalls ab und lächelte zurück.

Gut, dann haben wir uns ja beide verstanden.
Du weisst, dass ich nach wie vor zu den Medizinern gehöre, die nach Heilmitteln suchen. Und Du weisst, dass die wirklich lebensbedrohenden und auch -vernichtenden Viren sich durch so eine Spaßmaske in keinster Weise bändigen lassen.

Ich nickte.

Ich entgegnete, dass dieses jetzige Plandemievirus anscheinend aber Gehirnmasse vernichte, denn ich könne mir einfach nicht erklären, wie es dazu komme, dass die politischen Entscheidungsträgerschaften und Millionen von Bürgern daran glaubten, dass ein Virus, der tausendemale kleiner ist, als eine Maskenpore, sich in irgendeiner Weise auch nur einen Deut darum kümmern würde, ob nun eine Maske zwei, drei, vierlagig sei, denn es sei jede Pore wie eine Autobahntunnel für ein Bakterium.

Guter Vergleich, der gefällt mir, entgegnete er und lachte.

Als ich wieder in Deutschland ankam, da begann dieser ganze Mist gerade. Ich war gerade im Grenzgebiet der zentralafrikanischen Republik und der demokratischen Republik Kongo herumgekrochen und habe mich in Sachen Heilmittel umgetan. Du kannst Dir vorstellen, dass es in diesen Gegenden viele, ja, sehr viele Krankheiten gibt, für die es zwar Heilmittel gibt, die sich die Menschen dort aber gar nicht leisten können. Du warst selbst einige Jahre in afrikanischen Lndern. Ich erzähle Dir nichts neues. Weisst Du, was mich sehr verwundert in dieser Angelegenheit?

Sag´es mir. Du weisst, ich lausche gerne Deinen Erzählungen, vor allem gerade zu diesem Thema, denn Du siehst, was hier gerade abläuft?

Mich wundert es, dass es nun nachweislich Krankheiten gibt, auch Viruserkrankungen, die mega gefährlich sind, weil sie eine extrem hohe Sterblichkeit in allen Altersgruppen auslösen. Da ist z. B. Wundstarrkrampf. In Afrika sterben Zehntausende jedes Jahr an dieser fürchterlichen Seuche. Extrem schnell infizierend, extrem schnell Infektiösität erzeugend. Und, ja, es gibt eine Impfung, die die Sterblichkeit von weit über 80% nach Infektion – also mit echter nachgewiesener Symptomatik – gen Nulll reduziert. Das ist eine Schutzimpfung, die wirklich Sinn macht.
Jetzt haben wir eine Sterblichkeit von 0,1% bei Covid-10. Welchen Sinn hat eine Schutzimpfung gegen ein Virus, das so eine extrem niedrige Sterblichkeit verursacht? Eine Impfung, die dann selbst eine Sterblichkeit auslösen wird, die wahrscheinlich höher liegen wird als durch das Virus selbst? Das verstehe ich einfach nicht. Und ich bin Mediziner.
Ich schwieg. Schlurfte meinen Kaffee und nickte.

Schau Dir die Menschen da draussen an. Sie verhalten sich gerade so, als wäre eine Wundstarr-Epidemie in unserem Land. Noch Fragen? Oder gar Hanta, Ebola, Eppstein-Barr oder Marburg-Virus, die, wie du ja selbst besser weisst als ich, eine deutlich höhere Sterblichkeitsrate noch als Wundstarrkrampf haben. Ich kann mich auch nur noch wundern.

Er nickte und wir tranken unseren Kaffee. Er nahm einen USB-Stick, schaltete mein Radio ein und ich stellte es so ein, dass wir seiner Musik lauschen konnten.
Afrikanische Rhytmen erfreuten unser Ohr.

Das Lied handelt von den Schwarzen, die Fernsehen schauen können und sehen, was in unseren Ländern alles möglich ist. Und sie selbst schuften sich zu Tode, werden durch ihre korrupten Regierungen ausgebeutet, die dafür Sorge tragen, dass sie niemals auch nur eine Chance haben werden. Der Refrain, das ist interessant – das ist übrigens eine Sprache im Kongobecken, ich verstehe sie halbwegs – sagt, komm´lass uns aufbrechen. Wir trinken das Mittelmeer leer, wir trinken den Atlantik leer, den Pazifik, wir gehen und suchen unser Glück jenseits der Ufer unserer Mutter Afrika, weil sie will uns nicht mehr haben als ihre Kinder.

Mir kamen die Tränen, hatte ich doch selbst Aids-Kinder-Karawanen gesehen, hatte Menschen an Malaria, Dengue, Gelbfieber dahinsiechen gesehen.

Ich schaute ihn mit tränenden Augen an.

Wo bleibst Du? Willst Du zu mir kommen? Du bist mein Freund und ich habe immer einen Platz für Dich!

Er lächelte.
Ich werde darauf zurückkommen.

Als wir noch einige Minuten afrikanische Musik gehört hatten, gab ich ihm meine aktuelle Handynummer. Er nickte.

Ich werde darauf zurückkommen, stieg aus und schaute mich – dieses mal wieder mit Vollvermummung – an. Pass´auf Dich auf, Bruder. Wir sehen uns, und ging.

Er stieg in einen Offroader in Tarnfarben.