Wenn euch Schlimmes angetan wird, dann wird das fortan euer Leben bestimmen. Und zwar in der Hinsicht, dass ihr die schweren Traumata, die euch andere Menschen zufügten, versucht zu überleben. Doch vergessen werdet ihr sie nie, zu tief sind die Verletzungen.
Trauer, Wut, Verzweiflung, Schmerz – sie bestimmen eure Alltage. Ja, es geht sogar soweit, dass Machthabende euch dazu anhalten, die Schmach zu verzeihen resp. einfach zu vergessen. Das steigert die Agonie des verursachten Schmerzes in unerträgliche Dimensionen. Der Schatten auf eurer gepeinigten Seele wird größer und größer. Niemals kleiner.
Warum entschuldigen sich die Peiniger nicht? Verzeihen ist stets damit verbunden, dass die jeweiligen Peiniger ein Einsehen haben in ihre Missetaten. Erst dann wird es möglich, ihnen zu verzeihen und damit eine Art Linderung zu ermöglichen, denn sie müssen als ersten Schritt an sich selbst arbeiten und ein Einsehen der eigenen Schuld eingestehen zu lernen.
Doch sie entschuldigen sich einfach nicht. Dass sie damit sich selbst in eine lange währende Verdammnis befördern, das wissen sie nicht, denn sie ignorieren ihre Schuld an verursachtem Schmerz aus ideologischen Erwägungen heraus. Dass Hass, Niedertracht und verbrecherische Motivationen ihre Seele verschmutzt haben, das erkennen sie sicht an. Im Gegenteil, sie fahren mit dem Übel weiter fort und lassen sich meist sogar dafür feiern, dass sie so böse sind, wie sie es sind. Es sind meist ganze Gemeinschaften, die dank ideologisch induzierter Ponerologie ihrer kranken und verkommenen Seelen wie eine immerwährende Phalanx gegen das vermeintlich Gute antreten und sich stets rechtfertigend immer tiefer in den Sumpf der Schuldigkeit treiben.
Sie entschuldigen sich niemals! Das würde ja gleichzeitig bedeuten, dass sie Schuld empfinden. Schuld daran, andere Menschen vernichtet zu haben, Schuld daran, ihnen unersetzlichen persönlichen Schaden zugefügt zu haben. Erst dann könnten sie um Verzeihung bitten, um Entschuldung anhalten.
Leider ist das so gut wie niemals der Fall. Und damit lebt die Sünde, das Ungemach weiter und teils verstärkt es sich noch, weil der Hass immer neue Blüten treibt.
Ist Dir Leid durch Dritte widerfahren, dann bleibst Du weitestgehend alleine damit und der Schmerz wird zu einem ständigen Begleiter Deines Dasein. Schrecklich genug, dass Du keine Linderung erfährst, ist es nur umso widerlicher, wenn der Hass als Beweggrund der Täterschaften immerfort anhält und sich noch tiefer in die unterschiedlichen Lebensgemeinschaften gräbt bis zur völligen Durchdringung der jeweiligen Gemeinschaften.
Es gibt dafür unzählige Beispiele und nur ganz wenige, wo es alternative Vorgehensweisen zu beobachten gibt. Aktuell z. B. rüsten westliche Demokratien mehrheitlich gegen das vermeintlich böse Russland auf und der Hass wird zu einer Art Obszession. Warum? Ganz einach! Aus ideologischen Gründen. Und hinter den adäquaten Ideologien stehen stets konkrete monatäre Zielsetzungen, z. B. von Waffenherstellern und deren Lobbyisten. Und ob ein Bandaffe nun Autos schraubt oder Waffen, das ist ihm völlig gleichgültig, denn er oder sie will doch auch nur ein auskömmliches Leben führen. Ganz zu schweigen von denen, die qua Geldmitteln Firmenanteilseigner werden und demzufolge eine ordentliche Rendite erwarten für ihr geliehenes Geld.
Und so setzt sich die von Menschen verantwortete und induzierte Agonie des Leids und Schmerzes , den sie einander antun, immer weiter fort. Die wenigen, die zum Innehalten auffordern, geraten oft genug selbst in den Strudel des Todes und des Ungemachs.
Was möchte ich euch mit auf den Weg geben? Achtet auf eure Handlungen! Verschmutzt nicht eure Seelen und enthaltet euch so gut es nur geht von den Verlockungen des Hasses. Nein zu sagen und auch zu meinen zum sich verbreitenden Übel, das ist schwer genug. Doch es ist möglich. Denn die das Böse charakterisierende Verschlagenheit ist erkennbar und kann durch Abwenden davon isoliert werden, auch wenn es wie Tsunamis verheerend durch unsere Lebens- und Schaffensgemeinschaften zieht. Das, was Du dem Geringsten meiner antust, tust Du direkt mir selbst an.