Ich stelle mir vor, dass diese ganze C-Scheisse vorbei ist. Ich stelle mir sogar vor, dass sich die selbsternannten Entscheider:innen in einem bestimmten Punkt getäuscht haben und ganz bitter böse scheitern. Aber was erzähle ich euch? Ich stelle mir oft etwas vor und es kommt dann ganz anders. So ist das Leben, insbesondere von Leuten, die Geschichten erfinden und wie auch immer in die Welt des Geschriebenen einbringen. Geschichten kommen und gehen, weil sich das Leben ständig neu arrangiert und organisiert. Was jetzt gerade als wichtig erscheint, kann ich nächsten Augenblick völlig belanglos sein.
Dies ist eine dystopische Variante und ich bitte darum, sich das zu vergegenwärtigen beim Lesen! Es ist nur eine Geschichte. Und jedwede Geschichte ist Fiktion. Allerdings wird schnell erkennbar, dass Stress im Umfeld vorherrscht.
Bei ausreichend ponerologischer Inzidenz bestimmter Leserschaften, kann aus solchen Geschichten etwas konstruiert werden, das der Verfasserschaft mindestens eine „Amtsbehandlung“ einzubringen in der Lage ist. An solchen Amtsbehandlungen ist eine Vielzahl von Funktionsebenen mit entsprechend Personal und Technik beteiligt und die Zielsetzung ist eine tiefgreifende Sedierung etwaiger, vom gesetzten Narrativ abweichender Gedankenkonstellationen zu gestalten. Dass der Handlungskomplex der Kontrollpanele dabei alle nur denkbaren und ausschöpfbaren Ressourcen anwendet, versteht sich schon fast von selbst, schließlich gilt es, „Recht und Ordnung“ herzustellen und die „Demokratie zu beschützen“. Und dafür ist es sogar zu geradezu obskuren Handlungsmustern seitens derer gekommen, die durch Meinungsäusserungen eine Gefährdung der die Narrative Gestaltenden und deren Welten „konstruieren könnten“. Viele Funktionsträgerschaften selbst sind es, die die grundlegenden Formalismen von u.a. Strafanzeigen so gut kennen, dass sich anscheinend inzwischen diverse NGO und oder Anwaltskanzleien daraufhin spezialisieren. Fast wie bei den Parkverbotszonen auf privatem Gelände, bei denen ein ähnliches Spezialisierungsmuster aus dem Anwaltsumfeld zu erkennen ist. Teils sind die entsprechenden damit verknüpfbaren Dienstleistungen zu einem bedeutenden Einkommensfeld geworden und erzeugen einen immensen Druck auf die Jurdikative sowie formal meist vorgeschaltet auf die Polizei, die z. B. mit dem sog. Staatsschutz unter staatsawaltlicher und richterlicher Führung tätig wird. Wenn sich die Handelnden in Ausführung ihrer jeweiligen Pflichtfelder teils jahrzehntelang persönlich kennen, dann treten häufig sog. Kooptionsmuster zutage, die anscheinend zu den vehementen und eindringlichen Motivationsumgebungen für „Demokratieschützer“ werden können.
Vielleicht sind die belegbaren Vorkommnisse seitens ordnungs- und strafrechtlicher Konstruktionsschaffender in ihrer Summe sogar als Element einer „Wendezeit“ interpretierbar? Hat oder haben Paradigmenwechsel alle Beteiligten inzwischen erfasst und verändern deren Handlungsmuster in ihren jeweiligen Lebenskontexten?! Ich habe den Eindruck gewonnen.
So gelagerte Charaktere tauchen auch in meinen Geschichten auf. Vielleicht kann ich durch die Dialoge sowie fiktive Handlungsszenarien ein wenig dazu beitragen, dass ihr als Leserschaften euch selbst widerfahrene Ereignisse unter einem neuen Licht betrachtet und vielleicht sogar mit neuen Geschichten zum großen Ganzen beitragt. Vielleicht…
Lasst uns die Geschichte beginnen.
Ja, ich stelle mir vor, sie entscheiden weiter in der illegalen Weise wie sie es gerade tun und niemand bremst sie dabei. Ich denke mir, dass es passieren könnte, dass sie eine Zwangsimpfung durchsetzen und die Nichtteilnahme daran mit ganz bösen Sanktionen und Bestrafungen versehen, damit die Pharmaindustrie oder eben mittelständische Newcomer sich so richtig satt verdienen. Sollen sie. Sollen auch die Politiker:innen in den illegalen, selbst erkorenen Zirkeln sich durchsetzen und alle zwangskasernieren oder was auch immer. Sie sind doch so und so so weit weg vom eigenen Volk wie der Nordpol entfernt ist von meinem kleinen Dorf. Ja, sie sind weiter entfernt als die Sonne von unserer einst schönen Erde.
Doch was, wenn es plötzlich jede Menge Impfschäden gibt? Was, wenn Menschen, die zuvor an diese Schwabbelschwurbler geglaubt haben und es dann ganz anders kommt, als es sich überhaupt jemand wagte vorzustellen?
Was, wenn Menschen, die zuvor keine weiteren krankheitsbedingten Ausfälle zu verzeichnen hatten, plötzlich schwer erkranken. Und zwar nachdem sie sich eine C-Schutzimpfung verpassen haben lassen. Was passiert dann? Ich denke, man wird auch das versuchen unter einen der vielen Teppiche zu kehren.
Stell´Dir das einmal vor, was dann passiert!? Ich habe es nie gewagt, mir so etwas vorzustellen und dennoch es geschah einfach so.
Hunderttausende Freiwillige haben sich impfen lassen in der Hoffnung, dass sie fortan keine gesellschaftlichen und strafbewehrten Sanktionen mehr erleiden müssen. Sie haben inständigst an das geglaubt, was ihnen die sogenannten Entscheider:innen mitgeteilt haben. Du wirst immun sein. Du darfst auf Konzerte, zur Arbeit, Einkaufen, ins Theater, ins Kino, Du darfst reisen wohin und wann Du willst. Alles wird wieder gut. Wir müssen nur mindestens 70% der Bevölkerung impfen.
Und plötzlich treten Impfschädigungen auf! Nicht so eine kleine, wie man sie kannte von anderen Schutzimpfungen. Nur ein ein paar Tage andauerndes Mattigkeitsgefühl oder gar Schmerzen im Arm, an dem die Impfung stattgefunden hat. Mehr nicht. Ja, ich habe es mir auch nicht vorstellen können.
Nein, Du wirst plötzlich und unerwartet zwei bis vier Wochen nach der Impfung schwer krank. Man kann es nicht genau zuordnen. Die Ärzteschaft rätselt, was das denn sein könnte. Du bekommst Hautauschlag, Du bekommst Fieber, Du entwickelst ein völliges Müdigkeitsgefühl und bist nicht mehr in der Lage, am Leben teilzunehmen, so erschöpft bist Du.
Einige um Dich herum, die zunächst genauso glücklich waren wie Du, dass Du zu den ersten gehört hast, die sich haben schutzimpfen lassen, sie entwickeln vermehrt auch solche Symptome. Es gibt laut Aussagen von wissenschaftlich geführten Versuchsreihen doch nur marginale Case IV-Fälle, sagen sie. Und Du spürst es deutlich, Du gleitest durch die Cas I bis IV-Fälle, wie das scharfe Konditormesser durch eine Sahnetorte.
Und dann hörst Du von Krankheitsfällen, die den Deinen sehr ähnlich sind. Plötzlich erfährst Du in den staatstragenden Medien etwas von einer zunehmenden Krankheitswelle und die einzige Gemeinsamkeit, die alle Fälle aufzuweisen haben, ist, dass sie alle eine C-Schutzimpfung gemacht haben.
Erst sind es einige hundert Fälle, dann werden es binnen eines Monats tauende, innerhalb von einem Vierteljahr zehntausende, nach knapp einem Dreivierteljahr sind es Hunderttausende. Die ersten versterben. Sie alle haben eine Gemeinsamkeit. Die Schutzimpfung gegen Corona.
Die Ärzteschaft stellt schon bald fest, dass das Immunsystem ähnlich wie bei AIDS geschädigt ist und sie diagnostizieren, dass es der Impfstoff ist. Alle Impfstoffe arbeiten mit genetisch manipulierten Impfstoffanteilen. Erste internationale Meldungen laufen auf. Nur in Europa alleine geht die Anzahl der Schädigungen bereits in die Millionen. Jede Altersklasse ist betroffen.Es ist immer und immer wieder dieselbe Symptomatik. Rheumaähnliche Symptome zu Beginn, Mattigkeit, irgendwann ganz erhebliche Schmerzschübe, Teilversagen innner Organe. Die Intensivstationen sind innerhalb von nur einem Vierteljahr vollkommen ausgelastet. Man findet einfach kein Heilmittel gegen diesen starken Krankheitsdruck im Körper der Betroffenen. Es sterben ganz junge Menschen, es sterben alte Menschen und sie haben nur diese eine Gemeinsamkeit. Sie haben sich mit einem genmanipulierten Impfstoff impfen lassen. Du liest in irgendeiner dieser verlogenen Zeitungen, dass die Erfinder des Impfstoffe plötzlich auch an einer Impfung gegen AIDS arbeiten. Du denkst Dir, dass das doch Absicht sein muss, denn Deine Symptome gleichen nach Aussage eines Klinikarztes denen von AIDS obwohl Du kein AIDS hast.
Es wird allenthalben davon berichtet, dass es genügend warnende Stimmen gab, doch die wurden noch ein Jahr zuvor als Verschwörungstheorie diffamiert. Und Du hast Schmerzen. Unsägliche Schmerzen. Du hast Dich noch nie in Deinem Leben so krank gefühlt. Noch nie hattest Du solche Schmerzen, noch nie hast Du Tag für Tag dem zunehmenden Zerfall deines Körpers zusehen müssen. Game over, denkst Du.
Du fühlst Dich hilflos. Und Du fühlst Dich wütend. Nicht nur ein bisschen. Nein, Du fühlst, dass wenn es so weitergeht, dass Du nicht mehr lange zu leben hast.
Sämtliche gesellschaftliche Strukturen brechen um Dich herum zusammen. Quarantäne ist längst aufgehoben, denn sie bringt nichts. Du bist nicht ansteckend. Aber Du spürst, dass in Deinem Körper etws völlig neben der Spur läuft. Berichte weisen darauf hin, dass die geimpften Menschen in Deinem Land, in allen europäischen Staaten,noch nicht einmal mehr auf die Straße gehen können, weil sie alle dieselben Symptome haben und völlig geschwächt sind. Und sie haben sich alle durch die Bank mit der einst groß propagierten Hoffnungsimpfung versehen lassen. Die Produktionsunternehmen übernehmen keinerlei Haftung. Du denkst, was soll es auch. Ich sterbe bald, ob sie dafür haften oder es macht Peng.
Doch Du hast eine unbändige Wut im Bauch. Inzwischen sind einige Deiner Familienangehörigen auch verstorben. Und alle haben sich auf Deinen Rat hin schutzimpfen lassen. Du machst Dir schlimmste Vorhaltungen, denn sie alle haben sich auf Dich verlassen. Du hast ihnen erst ein halbes Jahr zuvor noch ans Herz gelegt, dass die Regierung weiß, was sie tut und dass die Impfstoffe zugelassen worden sind. Es hat Dich nicht interessiert, dass es kritische Berichte von den sog. Impfgegnerschaften gab. Die waren Dir sogar völlig gleichgültig, denn Du hast den Regierenden vertraut. Du hast wirklich darauf vertraut, dass sie Recht haben, wenn sie sagen, das wird die gesamte Gesellschaft in Deinem Land befreien von diesem ominösen Virus, der nach Aussagen einiger dieser Kritiker:innen gar nicht wirklich existierte, da man ihn eben gerade nicht isolieren konnte, um weitere Laborbefunde zu erhalten, die eine Infektion nachgewiesen hätten.
Ach, sollen sie doch erzählen, was sie wollen. Du fühlst Dich schlicht und einfach beschissen.
Es sind doch nicht umsonst so viele erkrankt, hast Du dem entgegen gehalten. Hunderttausende Menschen demonstrierten gegen die gesellschaftlichen Restriktionen, um ein Virus, das es nicht wirklich gab, auszurotten, indem sämtliche gesellschaftlichen, sog. freiheitlich-demokratische Grundrechte schlicht abgeschafft wurden. Du hast es selbst gesehen, dass Siedlungen von Polizei, privaten Sicherheitsdienst und später sogar vom Militär über Wochen hermetisch abgeriegelt wurden. Und Du dachtest, ja, das ist doch völlig in Ordnung. Man muss die Kranken isolieren, so wie man einst die Leprakranken auf eigens dafür vollständig überwachbare Leprainseln geschafft und sich selbst überlassen hat. Das ist eben so.
Du hast das als sehr richtige Maßnahme empfunden, denn was sollte man denn sonst tun. Du hast immerdar eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen, obwohl Du schon wusstest, dass die Viren, wenn es sie denn überhaupt gab, dadurch in keinster Weise abgehalten wurden. Und Du hast sogar andere, Dir fremde Menschen bei der Polizei angezeigt, weil sie ohne MNB im Alltag aufgetreten sind. Ja Du hast wirklich daran geglaubt, dass alles seine Richtigkeit hat. Du hast Deine Nachbarn anonym angezeigt, weil sie mit mehreren Menschen zusammen Wihnachten gefeiert hatten. Un Du hast Dich richtig gut dabei gefühlt, mit aufzupassen, dass die Regeln der Regierungen strikt eingehalten werden, denn Du hast es als gut und richtig empfunden.
Deshalb auch hast Du darauf vertraut, dass die Schutzimpfungen die Rettung sind und Du wolltest zu den ersten gehören und hast Dich dafür auch voll eingesetzt, um dieses Privilieg zu erhalten. Dank Deines gesellschaftlichen Umfelds hast Du es sogar hinbekommen, dass Deine Familie zu den ersten Schutzgeimpften gehörte.
Und heute. Heute leidest Du. Zwei Deiner Kinder sind an den Erschöpfungs- und eine Multimorbidität erzeugenden Symptomen verstorben. Deine Frau liegt auf einer Intensivstation und Du bist viel zu schwach, um ihr beizustehen.
Und die Ordnungskräfte – ja, was ist mit denen passiert. Dieses Krankheitssysmptom nimmt keinerlei Rücksicht darauf, welchen Beruf Du ausübst. Auch sie gibt es nicht mehr, denn sie sind auch erkrankt. Die Befehlsketten sind zusammen gebrochen. Es gibt keine Polizisten mehr, die schlittenfahrenden Kindern die Schlitten wegnehmen, es gibt keine Ordnungsamtsmitarbeiter mehr, die Spaziergänger an einem See mit Bußgeldern versehen, weil sie nicht im vorgeschriebenen Sinn den See oder Wald oder was auch immer umrunden. Sie sind fast alle weg oder wollen nicht mehr nach draussen gehen, weil sie Angst haben.
Und Du hast einen Schmerzschub nach dem anderen, die so stark sind, dass die Krämpfe Dich fast bewusstlos werden lassen. Manchmal wünschst Du Dir, es wäre eine Erlösung. Dieses Schwarz, diesen gnädige Wegsinken ind die Dunkelheit. Ohne Schmerzschübe, ohne Gedanken an Deine Kinder, Deine Frau, die Du nicht mehr besuchen kannst. Man würde Dich auch gar nicht einlassen, doch nun zuckst Du so vor Dich hin auf dem Fussboden. Strampelst gegen den Schmerz und die Wut an.
Ja, die Mehrheit der Geimpften hat keine Symptome, doch es sind über ein knappes Jahr gesehen nur knapp 60%, die keinerlei Symptome in diesem Zeitraum aufzuweisen habe.20% haben schwere Schädigungen und sind so stark erkrannkt, dass sie nicht mehr am normalen gesellschaftlichen Leben teilnehmen werden können. Und sie gesunden nur ganz langsam, brauchen Monate, um wieder einsatzfähig zu sein. Die restlichen 20% weisen eine Symptomatik auf, die bei ca 50% zum Tode führt. Die andere, verbleibende Hälfte ist so schwer gezeichnet.So wie Du selbst. Und es sieht nicht gut aus. Der Tod lächelt uns an, denkst Du.
Deine Wut wird von Stunde zu Stunde größer. Ein Gedanke greift Raum in Dir. Der Gedanke ist so alt wie die Menschheit selbst Uralt! Und er frisst sich durch Deine Gedanken. Du spürst, Du hast nichts mehr zu verlieren. Deine nächsten Angehörigen sind bereits im Reich der Toten. Deine Frau siecht vor sich hin und irgendwann wird ihr Herz in ihrem gemarterten Körper einfach stehenbleiben. Und Du hast sie noch nicht einmal mehr besuchen können.
Und wenn ich jetzt hier so still vor mich insieche und dann sterbe, dann … Was war mein Leben denn wert? Ich habe ihnen geglaubt. Ich habe sogar meine nächsten Verwandten zur Schutzimpfung veranlsst, habe mich darin verausgabt, einer Lüge zu folgen.Der Lüge der illegalen Schwurblergremien, den gefakten Umfrageergebnissen, den staattragenden Leitmedien. Überall haben sie doch gesagt, die Schutzimpfung wird es reissen. Alles wird gut, haben sie gesagt. Wir werden es schaffen! Wir alle werden durch unsere Disziplin in den langen widerlichen Quarantänemonaten, in denen unsere Gesellschaften auseinanderbrachen, und das europaweit, wir werden obsiegen! Ja, das haben sie alle gesagt. Und jetzt? Jetzt liege ich im Sterben. Zumindest fühle ich mich so. Es tut so verdammt weh.
Vor der allumfassenden Quarantäne haben sie uns etwas erzählt von fast 5 %, die versterben würden. Jetzt weisst Du, dass es 5% aller wirklich mit Symptomen gequälten Menschen waren. Und jetzt sind es fast 10%, die nur wegen der Schutzimpfung todkrank sind und wohl alsbald versterben werden. Du merkst ganz deutlich, dass die Wut in Dir hochkocht.
So wie ich selbst.Und wo sind denn die, die uns einen an die Backe laberten von wegen, alles wird gut? Sie sind zum Teil selbst heimgesucht worden und niemand vermisst sie.
Ich bin so wütend! Ja, ich bin richtig wütend. Und wenn ich wegen dieser Lüge gehen muss, weil ich ihnen geglaubt habe, dann nehme ich ein paar mit. Ich werde mich rächen für diese unsägliche Lüge an mir, meiner Familie, meinen Freunden.
Ich werde mir Waffen besorgen. Ja, das werde ich. Und ich weiß auch genau, wen ich frage.Und ich brauche starke Schmerzmittel. Sehr starke Schmerzmittel.
Du telefonierst und schreibst und kontatkest einige Menschen, die Dir helfen. Ja, sie helfen Dir, denn sie besorgen Dir Waffen. Sehr gute Waffen. Richtig gute Waffen. Viel besser als die, die Du damals selbst beim Militär hattest. Ja, es hat sich auch in dieser Hinsicht viel getan. Und Du bekommst von einem Freund Deines noch lebenden Bruders gute Schmerzmittel. Amphetamine. Und sie wirken. Doch Du weisst, das wird nicht lange anhalten.
Du triffst auf neue Leute. Menschen, denen es so wie Dir ergeht. Ihr redet miteinander, denn das Internet wird inzwischen vollständig überwacht.
Ihr trefft euch einmal. Dabei siehst Du viele Menschen, denen es ähnlich wie Dir geht. Morituri te salutant, sagt einer von ihnen und ihr schaut euch an. Die Todgeweihten grüßen Dich. Wie wahr! Ich bin dem Tode geweiht. Und die, die hier sehe, sie sind auch gezeichnet, manche beugen sich vor Schmerzen zusammen und greifen sich in die Taschen, um ihre Schmerzmittel einzuwerfen.
Wie wahr, denkst Du. Ich , wir sind dem Tode bereits geweiht. Er hat nicht nur angeklopft an meiner Tür, er steht bereits direkt vor mir. Ich kann neuerdings mit dem Tod reden.
Hallo Tod, na, willst Du mich?
Ja? Ok, Du wirst mich bald mitnehmen.
Der Tod lächelt. Nicht nur Dich, mein Guter. Es sind derer sehr sehr viele, die ich mitnehmen werde. Jeden Tag, Stunde für Stunde sind es hunderte nur in dem Umfeld, welches Du Deine Mitwelt nennst.
Weisst Du was, Tod. Fick Dich. Ich habe noch etwas zu erledigen.
Dann beeile Dich, mein Freund, denn ich spüre Deinen nahenden Tod. Spürst Du meine Hand? Na, komm! Gib´Dich hin und folge mir.
Du wirfst Dir noch ein paar dieser wunderbaren Pillen ein. Sie lassen Dich nicht mehr schlafen. Du fühlst Dich wie damals, als Du noch jung warst und Du kräftig und zuversichtlich in Dein Leben geblickt hast. So wunderbar ist dieses Gefühl. Tränen rinnen Dir übers Gesicht.
Fick´Dich, Du Stück Scheisse. Du wirst noch warten müssen!
Ich habe ihnen geglaubt.
Du packst Munition, ein Gewehr und zwei Pistolen ein. Genügend Munition ist wichtig. Ja, Du hast mehrere hundert Schuss und vier Magazine für das schöne Gewehr. Es ist ein wunderschönes Präzisionsgewehr. Hat Dich nur 7.000 Euro gekostest. Ein Schnapper. Ja, ein richtiger Schnapper. Mit einem Infrarotfernrohr. Eine Nachtsichtbrille hast Du dazu bekommen, als Du insgesamt 10.000 Euro übergeben hast an den Händler. Er lächelte ,als er Dir sagte, es gibt viele wie Dich. Und mich. Mich hat er gesagt? Ihr habt gemeinsam festgestellt, dass er auch dem Tode geweiht war. So wie Du. Aus demselben Grund. Dafür gab er Dir lächelnd noch ein paar Pakete von Geschossen mit besonderer Wirkung.
Hier, das sind die, die ganz besonderen Bumm haben. Jede einzelne Patrone habe ich besonders eingekerbt. Und was soll ich Dir sagen. Es hilft ein wenig, wenn Du die unsäglichen Körperschmerzen hast. Jede einzelne Patrone habe ich mit Freude zubereitet.
Du hast sie Dir angesehen. Präzisionsarbeit vom Feinsten. Wenn die einschlagen, dann sieht man am Einschlagsloch nur einen kleinen roten Punkt, doch hinten, da, wo sie austreten wird einiges an Masse fehlen. Die hebe ich mir für besondere Fälle auf.
Jetzt geht es los. Ihr trefft euch beim ehemaligen Landrat, der immer noch so einen Scheiss labert von wegen, es gibt eben Verluste. Das wussten wir. Doch wir werden siegen. Wir müssen nur Mut haben und uns der Herausforderung stellen.
Was ein Scheiss. Ihr wartet vor der Tür des Kreisgebäudes. Jemand soll ihn angerufen haben.
Ihr trefft ihn vor dem Kreisgebäude.
Ja, es war ein Blutbad. Ihn, seine ganzen Gesäßpfleger:innen, Du hast ein ganzes Magazin verbraucht. Jetzt sind sie alle tot. Und sie haben es alle verdient.
Die Schlampe, die Dich und Deine Familie in der zweiten Quarantäne mit Polizei aufsuchte und ein Testergebnis dabei hatte, dass Deine Kinder erkrankt seien und man sie mitnehmen werde, um sie zu isolieren. Du hast Deine Frau bändigen müssen, hast sie festgehalten als auf die Polizei losging, um eure Kinder vor der Isolation zu bewahren.
Die Schlampe hat noch gelebt. Du hast sie angelächelt, als sie Dich mit schreckensweiten Augen ansah.
Erinnerst Du Dich, Du Votze?
Sie schaut Dich nur an. Ich frage Dich, erinnerst Du Dich, Du widerliche Votze?
Du hast uns unsere Kinder weggenommen und uns irgendeinen Scheiss von Isolation, Notwendigkeit und so einen Krampf erzählt.
Sie erinnert sich wohl, denn sie nickt und bittet um Gnade. Du steckt ihr den Lauf deines Gewehr in ihr verlogenes Maul.
Gute Reise, hast Du gesagt als Du abgedrückt hast. Jemand klopft Dir auf die Schulter.
Mir geht es genauso, Bruder. Komm, lass uns gehen. Einige haben gute Waffen aus dem Polizeigebäude geholt.Und wir haben vom Milität einen Leo organisiert. Willst Du mitfahren. Im Panzer sind nur ehemalige Soldaten, die das Teil bedienen können. Es ist voll aufgemunt und wir wollten eigentlich zu den verfickten Bundestagsabgeordneten fahren. Die beiden Landtagsabgeordneten baumeln schon an irgendeiner Laterne, wie ich gehört habe.
Komm, lass uns gehen. Was schaust Du diese Votze so an. Ihr hast Du es npch einmal richtig besorgt. Die lügt niemanden mehr an.
Einige haben in den Apotheken geplündert und uns Drogen besorgt. Brauchst Du etwas?
Du schluckst die Dosis, die Du vor Stunden bereits eingenommen hast.
Habe eben das Radio angemacht. Wir sind zehntausende von Todgeweihten. Das ganze Land steht Kopf. Alle schliessen sich uns an. Rache, mein Freund. Jetzt ist die Zeit der Rache gekommen. Und bevor wir beide gehen, Bruder, ja, bevor wir uns dem Tod hingeben, komm. Wir holen uns noch ein paar von diesen Lügnern.
Na komm, Bruder.
Du denkst Dir, geschieht Dir recht, Du Votze. Sei´doch einfach froh, dass ich es Dir so besorgt habe, denn Du musst nicht leiden. So leiden wie ich und meine Brüder und Schwestern, vor allem meine Kinder, meine Frau.
Du schaust Dich um . Nur bewaffnete allenthalben. Einige haben den Lügnern die Köpfe abgeschnitten und sie auf der Treppe zum ehemaligen Kreisgebäude säuberlich in Reihe gelegt. Davor ein Schild. RACHE! Ihr habt alle nur belogen.!
Was schaust Du mich so komisch an?
Was? Ob es noch weitergeht?
Nein, meine kleine Fiktion ist hier zuende. Danke, dass Du mir so schweigsam gefolgt bist.
Nein, ich könnte noch mehr erzählen, doch jetzt bin ich etwas erschöpft. Ausserdem habe ich gleich Gitarrenunterricht.
Ja, ich kann Dich mitnehmen bis zur Kreuzung.
Ich spüre, Du bist beeindruckt. Wie ich darauf komme. Du, das weiß ich auch nicht so genau.
Ja, es könnte so passieren. Es könnte aber auch nicht so passieren.
Es sind nur Geschichten aus der Reihe „Stellen wir uns doch einmal etwas vor…“.
Komm´! Lass uns los. Ich will noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen.
Als wir uns trennen an der Kreuzung und Du aussteigst, lächelst Du mich an und wünschst mir einen schönen Abend und bedankst Dich für meine Phantasien.
Mögen Du und die Deinen von den Göttern geschützt werden, Bruder.
Wir geben uns die Hände. Eine wunderbare Geste. Die Wärme Deiner Hand gibt mir Mut, denn Dein Griff ist fest und warm. Ich mag das so sehr und habe es solange nicht mehr erlebt. Scheiss Lock down.
Als ich beim Discounter aus dem Auto aussteige und zum Einkaufswagen gehe, höre ich Gewehrschüsse….
Stellen wir uns doch einfach einmal etwas vor….
Ende der Vorstellung. Vorhang!